Nachricht: Fehlgeburt

 

 Obwohl es viele Paare betrifft, wird über Fehlgeburten kaum gesprochen.

 

Das Thema war ein Tabu, ist ein Tabu geblieben und wird es sehr wahrscheinlich noch lange bleiben.

 

Gemäss Experten endet ungefähr jede fünfte Schwangerschaft in einer Fehlgeburt und meistens findet die Fehlgeburt vor der 22. Gestationswoche statt. In den ersten drei Monaten einer Schwangerschaft passieren Fehlgeburten am häufigsten. 

 

Und was passiert emotional und seelisch mit den Frauen, welche diese Fehlgeburt im/am eigenen Körper erleben?

 

Ich erlebe es immer wieder,  dass mir Frauen berichten, sie fühlen sich nach der  Nachricht und dem Krankenhaus-Aufenthalt total erledigt, sei es körperlich wie seelisch. Sie fühlen sich leer und sehr alleine.

 

Ihre Männer übernehmen meistens die Rolle des „Stärkeren“ und versuchen alles um ihre Frauen aufzuheitern. Aber die Frauen brauchen in der Regel länger um eine Fehlgeburt zu verarbeiten.

 

Ja, auch hier merken wir häufig, wie anders Frauen und Männern tatsächlich sind – wir gehen in dieser Hinsicht häufig anders mit der Trauer um. 

 

Für viele „werdende Mütter“ bricht eine Welt zusammen, wenn Sie die Nachricht einer Fehlgeburt erhalten. Wir sind uns gewohnt Dinge/Menschen im „Aussen“ zu verlieren bzw. ausserhalb unseres Körpers, aber nicht in uns drinnen. Das ist aus meiner Sicht ein sehr wichtiger Aspekt.

 

Wir verlieren z.B. unseren Job, wir verlieren Geld, wir verlieren einen guten Freund, wir verlieren die Geduld etc.

 

Aber dieses Mal geht es darum, dass wir etwas in uns drinnen verlieren – ein Teil von uns geht mit dieser Fehlgeburt mit. Sei es ein Stück Liebe, ein Stück Hoffnung oder ein grosses Stück Traurigkeit.

 

Wenn es um die grossen Fragen des Lebens geht, gehe ich immer „back home“ das heisst für mich zurück zu den indigenen Völkern spezifisch jene aus Südamerika.

Hier ein „dicho“ ein Spruch für die Seele der Mütter, welche eben eine Fehlgeburt erlebt haben:

 

Die Natur, die Schöpfung liebe Mutter, hat dir das Kind gegeben/geschenkt.

Die Natur, die Schöpfung empfängt es wieder, wenn es aus irgendeinem Grund nicht bei dir bleiben kann.

Sei nicht traurig, Du, liebe Mutter.

 

Eine Schwangerschaft loszulassen ist schwierig, es tut weh. Es darf und soll geweint werden, die Wut hat ebenfalls ihren Platz innerhalb der Trauer. Die Eifersucht darf sich auch kurz hinsetzten, auch das ist verständlich. Die Liebe darf die ganze Zeit da bleiben und die Frauen umhüllen.

 

Denn auch wenn es ein grosser Verlust ist, wird diese Baby-Seele ein Leben lang im Herzen der Mutter bleiben und ich bin mir sicher, dass diese Baby-Seele die Mutter über alles liebt. Sie war die Auserwählte, das sagt schon ALLES.

 

 

Was man liebt, kann man nie vergessen.

 

 

Schau gut zu Dir in dieser Zeit liebes Mami. Geh so viel wie du kannst raus in die Natur spazieren, vielleicht gibt dir die Aussicht auf den See die Weitsicht und die Ruhe, welche du jetzt brauchst. 

 

Schalte einen Gang zurück, zieh dich zurück, wenn es dir gut tut. 

 

Triff dich mit guten Freunden und sprich darüber, weine darüber, es wird dir gut tun. Nimm deinen Bauch wahr, verwöhne ihn mit guten Ölen und Berührungen.

 

Du kannst, wenn du magst deinem Baby einen Abschiedsbrief schreiben, du kannst deinem Baby einen Namen geben – es ist dein Baby.

 

Für das Thema „Fehlgeburten“ habe ich eine spezifische Visualisierung kreiert, welche eine wunderschöne Begleitung für den Trauerprozess ist. Ich begleite Dich sehr gerne in dieser schwierigen Zeit.

 

 

Sei herzlich umarmt

Noelia

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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